Unternehmens-Beteiligung: Erfolgreich, oder schon ‚genervt‘?

Viele Investoren kennen das:

Man beteiligt sich an einem Unternehmen, um Werte zu schaffen und um eine gute Idee voran zu bringen.

Es läuft aber anders, als erwartet: Was am Anfang klar und geradlinig erschien, wird zunehmend komplexer und unverständlich.

Und für Sie als Investor am Ende des Tages auch viel zeitintensiver als gedacht. Sie fragen sich:

  1. Sind wir auf dem richtigen Weg?
  2. Wo verdienen das Unternehmen heute Geld und wo erwarten wir morgen Einkünfte?
  3. Geht das Geschäftsmodell wie prognostiziert auf?
  4. Wie intensiv soll ich meinen steuernden Einfluss als Investor am besten ausüben?

Unternehmerische Beteiligungen - warum & wie?

Warum beteiligt man sich direkt an einem Unternehmen?

Die Gründe sind vielfältig und meist emotional begründet:

Gründer sein aus Leidenschaft: „Ich stamme aus einer Unternehmer-Familie, „Ich habe es im Blut.“ oder  „Ich möchte ein Unternehmen mitentwickeln.“ oder „Ich kenne die Gründer und möchte mit meinem Geld, Netzwerk und Erfahrungen helfen.“ oder „Ich verdiene mit Aktien und Immobilien fast nichts mehr.“.

Hand-in-Hand mit der Anfangsbegeisterung geht meist die Erkenntnis über den hohen Steuerungsaufwand bei Beteiligungen einher. Beteiligungen binden einiges an eigenen Ressourcen beim Investor und verlangen meist vielschichtige Kompetenzen.

Diese sind nur schwer von einem einzelnen Investor zu leisten.

In erster Linie ist es die Freude an der Schaffung von Werten zum Anfassen. Wenn ein Investor mit Geld, Know-how und seinem Netzwerke hilft, gute Geschäftsideen voranzubringen, ist das ein sehr befriedigendes Erlebnis. Dies gilt für die ganze Unternehmens-Bandbreite: Von der Mitgründung eines Startups bis hin zu einer Beteiligung an einem etablierten großen Mittelständler.

Natürlich ist eine unternehmerische Beteiligung kein Selbstzweck, sie wird in Erwartung einer Rendite eingegangen. Im Gegensatz zu einer Beteiligung an einem „anonymen“ Investmentfonds kann man auf seine unternehmerische Beteiligung direkten Einfluss nehmen.  Dies bringt ein enormes Wertsteigerungspotenzial mit sich.

Nach der anfänglichen Begeisterung für die Beteiligung am Unternehmen und dessen Geschäftsmodell und Produkte kann sich schnell eine Ernüchterung einstellen. Meist wird der Aufwand, der mit der Steuerung einer Beteiligung verbunden ist, unterschätzt. Der notwendige zeitliche Einsatz, die Informationsasymmetrie wie auch die Mannigfaltigkeit der Themen aus diversen Fachrichtungen können für den Investor eine signifikante Herausforderung sein: Entweder fühlt er sich nicht genügend informiert oder von der verfügbaren Informationsflut erschlagen.

Eine mögliche Entlastung bieten Experten die sich auf eine effiziente Beteiligungssteuerung spezialisiert haben. Im Rahmen einer modernen Beteiligungssteuerung werden nicht nur Finanzkennzahlen periodisch ausgewertet, sondern  auch weitere wichtige Aspekte berücksichtigt. Im Auftrag des Investors begleiten unsere Experten die Beteiligung intensiv, strukturieren den Informationsfluss und ermöglich dem Investor, sich auf die wichtigen, strategischen Entscheidungen zu konzentrieren. Hier unterstützt das Expertennetzwerk der Liamont.

Eine gute Beteiligung zu finden ist eine größere Herausforderung als umgekehrt einen Investor zu finden. Man glaubt es nicht, wenn man es selbst nicht erlebt hat!

Die besten Ergebnisse liefert eine systematische Suche mit definierten Investitionskriterien: Das Deal-Sourcing. Dies kann vom Investor „Inhouse“ durchgeführt werden oder an Spezialisten extern vergeben werden. Hier kann das Liamont Expertennetzwerk helfen.

In beiden Fällen ist er wichtig, dass die Zielsetzung, sprich die Suchkriterien nicht nur klar abgestimmt sind, sondern einen realistischen Marktbezug haben. Darüber hinaus sollte das Deal-Sourcing-Team möglichst frühzeitig eine kompetente Ersteinschätzung der Opportunitäten vornehmen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Aufbau eines Deal-Flows – eines kontinuierlichen Zufluss an Investitionsvorschlägen. Nur eine breitere Auswahl an Investitionsmöglichkeiten ermöglicht dem Investor sein Kapital strategisch sinnvoll zu platzieren.

Neben den wirtschaftlichen Faktoren wie Umsatz, EBIT / Rentabilität und USP sollten folgende Aspekte beachtet werden:

  • Eignung des Management-Teams: Ein gut aufgestelltes Führungs-Team meistert auch zukünftige Herausforderungen
  • Die Belastbarkeit, Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
  • Den Stand der eingesetzten Technologie
  • Altlasten jeglicher Art

Schwächen bei einem der oben angesprochenen Kriterien sind nicht zwingend ein No-Go-Kriterium. Ebenso wenig existiert eine ideale Beteiligung, bei der alles zu 100% passt. Ein pro-aktiver Investor sollte aber in jedem Fall den zukünftigen Herausforderungen bewusst begegnen.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Auswahl der Beteiligung sollten die Spielregeln für die Beteiligungssteuerung sein. Diese spiegeln den Wunsch des Investors wieder, aktiv zur Wertsteigerung seiner Beteiligung beitragen zu dürfen.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell – Rückgrat des Unternehmens, ist die Art und Weise, in der ein Unternehmen nach geschäftlichem Erfolg strebt.

Eine der größten Änderungen in unserer Zeit ist der Wandel im Bereich des Geschäftsmodells. Die technischen Möglichkeiten von Internet, Big Data, globaler Vernetzung, künstlicher Intelligenz und sozialen Medien lassen äußert erfolgreiche und innovative Geschäftsmodelle entstehen. Das Resultat sind Unternehmen, die durch permanente Kundennähe, globale Skalierbarkeit und neuartige Monetarisierungskonzepte äußerst erfolgreich sind.

Das Geschäftsmodell entwickelt sich nicht nur zum zentralen Thema der Unternehmens-Steuerung, sondern auch zur wichtigsten Innovationsquelle im Unternehmen. „Vorsprung durch Technik“ war gestern, Produkt- und Prozessinnovation sind kein Selbstzweck mehr, sondern eine Konsequenz aus einem Geschäftsmodell,  das die Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt hat.

Ein Geschäftsmodell beschreibt die Geschäftslogik eines Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf die spezifische Art und Weise, wie Gewinne erwirtschaftet werden. Es beschreibt den Mehrwert, den ein Unternehmen seinen Kunden anbietet und die Art und Weise in der dieser Mehrwert erzeugt, vermarktet und an den Kunden geliefert wird. Das Ziel ist es, Gewinne und nachhaltige Einnahmen zu generieren.

Ein Geschäftsmodell kann als innovativ bezeichnen werden, wenn einige der nachfolgenden Charakteristiken erfüllt sind:

  • Fokussiert nicht auf das eigene Produkt, sondern stellt die Kundenbedürfnisse an erste Stelle.
  • Sucht und hält dauerhaft die Kundennähe, meist mit Hilfe von digitaler Technologie. Dies macht innovative Geschäftsmodelle nur schwer kopierbar.
  • Kann ein digitales Geschäftsmodell sein, das Produkte dem Kunden nach dem Prinzip „alles, jederzeit und überall“ anbietet.
  • Beschreiten neue Wege bei der Monetarisierung.
  • Ist skalierbar und hat das Potenzial zu globaler Reichweite.

Das ist eine gezielte Veränderung des Geschäftsmodells mit dem Fokus, die Kundenbedürfnisse besser befriedigen zu können und gleichzeitig den Gewinn zu steigern. Ein wichtiger Bestandteil ist die Schaffung eines Wettbewerbsvorteils durch Differenzierung gegenüber seinen Mitbewerbern.

Die Geschäftsmodell-Innovation bedient sich in erster Linie der Möglichkeiten der digitalen Technologien. Mit diesen Mitteln versucht sie die Kundenbedürfnisse zeitnah (evtl. sogar vorhersagend) und besser zu erkennen, um diese befriedigen zu können. Zeitgleich werden neuartige Monetarisierungs-Konzepte eingesetzt.

Durch Produkt- oder Prozess-Innovation lassen sich heutzutage fast keine Wettbewerbsvorteile mehr generieren. Somit entwickelt sich die Geschäftsmodell-Innovation zur wichtigsten Quelle des Wettbewerbsvorteils.

Die Produktinnovation stellt zusammen mit der Prozessinnovation zwei wichtige Bausteine des Innovations-Managements dar. Diese sind zweifelsohne wichtig, jedoch bieten sie heute keinen dauerhaften Wettbewerbsvorteil:

  • Produktinnovationen sind grundsätzlich kopierbar, im Gegensatz zu Geschäftsmodellinnovationen. Der Hauptgrund liegt in der sehr engen Kundenbeziehung von innovativen Geschäftsmodellen die nicht leicht kopierbar ist.
  • Im heute verbreiteten Käufer-Markt wetteifern diverse innovative Produkte um die Gunst des Kunden.
  • Marketing- und Vertriebs-Kosten werden bei der Produktinnovation unterschätzt oder gar nicht bedacht.
  • Eine Produktentwicklung „im stillen Kämmerchen“ der F&E-Abteilung läuft Gefahr, am Kunden vorbei zu gehen
  • Eine technische Innovation, sprich der „Vorsprung durch Technik“, ist noch lange kein Produkt

Startups bedrohen Ihre Investition mit großer Wahrscheinlichkeit bereits! Sollte es derzeit doch noch nicht der Fall sein, müssen Sie in Zukunft damit rechnen.

Wie kann man sich eine Bedrohung durch Startups vorstellen?

Startups nutzen oft moderne, digitale Technologien und agile Organisations-Formen um etablierte Player an offenen Flanken anzugreifen. Folgende Szenarien sind nicht nur denkbar, sondern üblich:

  • Die erfolgreichsten Startups suchen die Innovation in den Geschäftsmodellen mit dem Ziel sich von der Konkurrenz abzuheben und die bestehenden Märkte zu verändern. Im Falle einer erfolgreichen Disruption werden die etablierten Markt-Player einfach irrelevant.
  • Ein erfolgreiches Startup ist meist agiler als ein etabliertes Unternehmen. Somit kann es auf Marktänderungen schneller reagieren. Die schnelle Reaktionsfähigkeit basiert auf unbelasteten und somit agilen Organisationen.
  • Das Startup drängt sich zwischen das etablierte Unternehmen und seinen Kunden. Beispiele dafür sind diverse Vergleichsportale oder Marktplätze im Internet. Damit wird der Kundenkontakt auf die Plattformen verlagert. In der Konsequenz verliert das etablierte Unternehmen den Kundenkontakt, inkl. des Kunden-Feedbacks, es kommt zu einer Erhöhung des Preisdrucks und das Unternehmen wird zum Lieferanten, bzw. Infrastruktur-Anbieter degradiert.
  • Startups werden oft unterschätzt, da sie kapitalschwach und unbedeutend scheinen. Dies ist ein großer Fehler der etablierten Unternehmen, da innovative Geschäftsmodelle über ein sehr schnelles und globales Wachstumspotenzial verfügen.

Etablierte Unternehmen sollten die Startupszene sehr genau beobachten, nicht nur um Mitbewerber frühzeitig identifizieren zu können, sondern in erste Linie um das eigene Geschäftsmodell frühzeitig gegen die Startupangriffe wappnen zu können.

Das gleiche gilt für eine effiziente Beteiligungssteuerung: Hier hilft Ihnen der „Attack Monitor“ der Liamont

Beteiligungssteuerung

Als Investor Beteiligungen einzugehen, erfordert eine dauerhafte Begleitung Ihres Investments. Oft macht der Einsatz in den Unternehmen, z.B. durch Öffnung Ihres Netzwerks oder Einbringen Ihrer eigenen Expertise, großen Spaß. Aber die Mannigfaltigkeit der Themenanforderungen überfordert schnell das eigene Handeln.

Wer ist schon gleichzeitig IT-Spezialist, Controller, Betriebswirt und Steuerexperte in einer Person und hat die Zeit, sich mit all diesen Themen zu beschäftigen?

Keiner! Die Begleitung im Rahmen der Beteiligung-Steuerung ist aber ein Garant für Ihr Investment!

Neben der Beteiligungs-Verwaltung bilden das Beteiligungscontrolling und die Beteiligungssteuerung die wichtigsten Bestandteile des Beteiligungsmanagements.

Die Beteiligungsverwaltung deckt die rechtlichen, steuerlichen und gesetzlichen Aspekte einer Beteiligung ab. Unter Beteiligungs-Controlling versteht man in erster Linie ein auf Finanzkennzahlen basierendes Reporting und eine entsprechende Ist-Analyse der Beteiligung: die aktuelle Performance und deren historische Entwicklung.

Die Beteiligungssteuerung baut auf der Informationsbasis des Beteiligungscontrollings auf und deckt den strategischen Teil des Beteiligungsmanagements ab. Zentrale Aufgabe ist eine wertorientierte Entwicklung und Steuerung der Beteiligung.

Nicht nur im Bereich der Unternehmensgründung und des Innovationsmanagements, sondern auch im Bereich der Unternehmens- und Beteiligungssteuerung rückt der Begriff ‚Geschäftsmodell‘ ins Zentrum.

Die Beteiligungssteuerung über das Geschäftsmodell, d.h. über das strategische Rückgrat des Unternehmens, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auf dieser Ebene wird kontinuierlich die strategische Ausrichtung mit der aktuellen Monetisierung / Umsatzstruktur abgeglichen. Dies wird unter externen Faktoren wie  Marktentwicklung, Kundenbedürfnisse und Mitbewerber und internen Unternehmensgegebenheiten ausgewertet.

Die Weichstellungen für die Einflussnahme in der Beteiligung werden in erster Linie beim Erwerb der Beteiligung, oder bei einer Kapitalerhöhung im Rahmen des Gesellschaftsvertrages geregelt. Hier werden nicht nur die Stimmrechte, Verwässerungsschutz oder Exitklauseln geregelt. Auch die Gründung und Rechte eines Beirates, in dem der Investor oder sein Bevollmächtigter vertreten sind, sollten auf dieser Ebene geregelt werden. Eine möglichst frühzeitige und umfassende Regelung an dieser Stelle ist besonders wichtig.

In der Praxis kommen auch weniger formale Regelungen zur Anwendung. Einige Investitionen machen es zur Bedingung, dass z.B. das Controlling von einer Vertrauensperson des Investors durchgeführt wird, oder dass der Investor in der Geschäftsführung einsteigt.

An dieser Stelle wird nochmals die Bedeutung der Weichenstellung zum Investitionszeitpunkt unterstrichen, die im Rahmen des Dealsourcing und der Vertragsverhandlungen behandelt werden sollten.

Welche Möglichkeiten gibt es für bestehende Beteiligungen, bei denen die Einflussnahme nicht formal geregelt wurde? Auch hier hat der Investor einige Optionen, die man nicht unterschätzen sollte:

  • Incentivierungsregelungen für das Managementteam, die mit den Zielen der Gesellschafter gleichgeschaltet sind
  • Informelle Einflussnahme auf der persönlichen Ebene: meistens werden Investoren aufmerksam und wohlwollend vom Management angehört, da man sie nicht vergrämen möchte
  • Ad-Hock-Mehrheiten mit anderen Gesellschaftern: für strategische Vorschläge die zu einer Ertragssteigerung führen haben die meisten Mitgesellschafter ein offenes Ohr

Bei der informellen Einflussnahme sollte sich der Investor externer Experten bedienen. Diese können die Thematik nicht nur professionell aufbereiten sondern bringen auch eine unbelastete, externe Sicht auf die Fragestellung. Mehr zur Liamont Beteiligungssteuerung.

Exit, Teilexit oder Kapitalerhöhung, aber bitte mit Strategie!

Eine Direktbeteiligung an einem oder meist mehreren Unternehmen sollte immer im Kontext der gesamten Vermögensplanung gesehen werden. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf eine Risikoverteilung bei der Asset Allocation, sondern auch im Bezug auf die mittel und langfristige Lebensplanung.

Unternehmerische Direktbeteiligungen sind (meist) eine illiquide Anlageform, deren Auflösung man sehr lukrativ oder auch sehr verlustreich gestalten kann. Ähnliche Herausforderungen bringen auch ein Teilverkauf, der Eintritt eines weiteren Investors oder die eigene Kapitalerhöhung. Aus Investorensicht handelt es sich hierbei um Grundsatzgeschäfte mit hohem Ertrags- wie auch Verlustpotenzial.

Auch wenn unternehmerische Direktbeteiligungen eine Kapitalbindung bedeuten, wird es früher oder später zu einem Verkauf auf der einen Seite und einer weiteren Finanzierungs-Runde auf der anderen Seite kommen. Es ist sehr kurzsichtig, diese Ereignisse zu verdrängen.

Ein M&A-Advisor kann natürlich eine professionelle Abwicklung des Verkaufs- oder Finanzierungs-Prozesses gewährleisten. Er kann aber nicht langjährige Versäumnisse bei der strategischen Positionierung und eine daraus resultierende bescheidene Verkaufsfähigkeit der Beteiligung vollständig nachholen.

Auch spielt der Zeitpunkt eine Veräußerung ein wichtige Rolle: die meisten Investoren haben dabei nur die externen Faktoren im Blick: aktuelles Preisniveau bei Unternehmens-Verkäufen, Konjunkturlage und Entwicklung der Branche, sowie das Zinsniveau für die Finanzierung. Diese Faktoren sind ohne Zweifel sehr wichtig, man kann sie jedoch als Investor nicht beeinflussen.

Die Kehrseite der Medaille, die man selber im Griff haben sollte sind Exit-Readiness und / oder Investment-Readiness. Um die Verkaufsfähigkeit oder Finanzierbarkeit eines Unternehmens gewährleisten zu können, müssen verschiedene organisatorische, technische und personelle Gegebenheiten gewährleistet sein. Zu guter letzt müssen auch das Geschäftsmodell und dessen Perspektive klar kommunizierbar sein.

Für das Liamont-Team sind Exit-Readiness, bzw. Investment-Readiness ein fixer Bestandteil der Beteiligungssteuerung.

In Bezug auf die Haltefrist der Beteiligung ist der Privatinvestor im Gegensatz zu einem Private Equity oder Venture Capital Fonds unabhängig. Er ist auf keine Fondslaufzeit angewiesen. Viele HNIs sind sich dieses Wettbewerbsvorteils gegenüber Fondsinvestoren gar nicht bewusst. Trotzdem bleibt die Frage nach der Haltefrist, bzw. dem langfristigen Ziel bei den unternehmerischen Direktbeteiligungen bestehen.

Die wichtigste Frage, die sich jeder Investor stellen sollte ist: Baue ich eine Holding für Generationen auf, oder plane ich ein zeitlich begrenztes Engagement für einige Jahre.

Im Falle einer langfristigen Holding ist die Planung einer Nachfolgeregelung unumgänglich: schließlich möchte man überforderte Erben, die unter Druck mit Verlust verkaufen müssen verhindern. Auch hier spielt die Exit Readiness eine zentrale Rolle.

Auch im Falle eines zeitlich begrenzten Engagements ist die permanente Veräußerungs-Fähigkeit bei der Beteiligung (Exit Readiness) oder bei der Aufnahme von neuem Kapital von zentraler Bedeutung.